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Oranda, Goldfisch mit großem Kopf – alles, was du wissen musst

Goldfische, die zur Familie der Karpfen gehören, waren einige der ersten Fische, die in Aquarien gehalten wurden. Als Fischpfleger lernten, ihre Zucht zu manipulieren, entstanden zahlreiche ausgefallene und exotische Varianten.

Heute gibt es diese selektiv gezüchteten Goldfische in verschiedenen Farben und Körperformen, darunter einige mit interessanten Köpfen und Augen.

Oranda und Oranda Rotkäppchen-Goldfische gehören zu einer Rasse, die sich durch eine auffällige blasenartige Haube auf dem Kopf auszeichnet. Aus diesem Grund bezeichnen einige neue Fischhalter sie als Goldfische mit großem Kopf.

Die Kapuze, auch Wan oder Krone genannt, kann ein auffälliger Wuchs auf der Oberseite des Kopfes sein oder das gesamte Gesicht mit Ausnahme der Augen und des Mundes umschließen.

Dennoch gibt es feine Unterschiede zwischen dem Oranda Rotkäppchen und dem Oranda Goldfisch, auch wenn sie die gleiche Rasse sind und ein Wen haben.

Der Oranda Rotkäppchen wird etwa 8 cm lang, hat große, spektakuläre Flossen und eine rote Kappe. Außerdem haben die Männchen bei der Fortpflanzung weiße Beulen auf den Lidern, den Kiemen und dem Kopf.

Typische Oranda-Goldfische werden dagegen bis zu 10 cm lang und haben im Verhältnis zu ihrem Körper große Köpfe. Wie Rotkäppchen haben auch die Männchen weiße Beulen, wenn sie sich fortpflanzen.

Trotz der Größen- und Kronenunterschiede sind sie sozial und leben in Frieden mit allen anderen Goldfischarten. Außerdem haben beide eine durchschnittliche Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren.

Aus diesem und weiteren Gründen…

…wird in diesem Artikel ein kurzer Einblick in die Haltung von Oranda-Goldfischen (mit großem Kopf) in einem Süßwasseraquarium gegeben.

Wie werden Großkopf-Goldfische genannt? (Übersicht)

Wie in der Einleitung erwähnt, ist der Oranda eine Goldfischrasse, die sich durch eine auffällige, blasenartige Krone auszeichnet – daher der große Kopf.

Die Rasse wurde zuerst aus China und Japan importiert, aber man dachte fälschlicherweise, dass sie in den Niederlanden heimisch sei. Daher wurde er Niederländischer Löwenkopf genannt, wovon sich sein englischer Name Oranda ableitet.

Trotzdem sind die Oranda-Goldfische wegen der fleischigen Auswüchse auf ihrem Kopf schnell zur beliebtesten Goldfischart unter Aquarianern geworden.

Normalerweise haben sie einen metallisch oder matt geschuppten Körper, ähnlich wie Schleierschwänze, aber mit großen, langen und tiefen Formen und langen vierfachen Schwänzen, die sich weit ausbreiten, wenn der Fisch nicht schwimmt.

Orandas gibt es aber auch in einer Vielzahl von Farben, meistens orange, rot, rot-weiß, rot-schwarz, schwarz, blau, schokoladenfarben, bronzefarben, weiß oder silber, pandafarben (schwarz-weiß), dreifarbig (rot-schwarz-weiß) und kattunfarben.

Wie groß werden Oranda-Goldfische?

Normalerweise werden Oranda-Goldfische zwischen 7 und 12 cm lang, aber der Durchschnitt in Gefangenschaft liegt bei 8 cm.

Der Fisch nimmt im Laufe der Jahre allmählich an Größe zu, wobei die charakteristische Kopfkrone bei jungen Jungfischen in ein oder zwei Jahren sichtbar groß wird. Sie entwickelt sich jedoch erst, wenn ein Oranda-Baby etwa 4 Monate alt ist.

Ein paar interessante Fakten zur Größe von Orandas:

  • Wenn es um die Größe geht, sind sie die Größten unter allen Fischen.
  • Sie können einschließlich des Schwanzes über 30 Zentimeter lang werden und sind damit größer als eine kleine Katze.

Ein Oranda hielt einst den Weltrekord für den größten jemals dokumentierten Goldfisch.

Welche Beckengröße brauchen Oranda-Goldfische?

Da Oranda-Goldfische, wie die meisten anderen Rassen, ziemlich groß werden, brauchst du für einen einzelnen Fisch mindestens ein 20-Gallonen-Becken. Und zwischen 30 und 50 Gallonen, wenn du ein Paar oder drei Tiere in deinem Aquarium hältst.

Außerdem solltest du für jeden weiteren Oranda, den du in dein Becken setzt, mindestens 10 Gallonen Wasser und Platz im Becken hinzufügen.

Die Rasse gilt auch als empfindlicher als andere Goldfische, weil sie wenig Toleranz gegenüber verschmutztem Wasser zeigt.

Außerdem sind sie unordentliche Fresser und scheiden eine Menge Abfall aus, was bedeutet, dass du wahrscheinlich ein großes Becken brauchst, mehr als bei anderen Fischen.

Für Oranda-Baby-Goldfische gilt die allgemeine Regel, dass du für jeden 3cm großen Fisch einen halben Liter Wasser brauchst.

Becken und Wasserbedingungen

Der Oranda verträgt Temperaturen von 18°C bis 27°C, aber er ist empfindlicher gegenüber kaltem Wasser als andere Goldfischrassen. Daher solltest du sie in einem tropischen Becken mit einer Temperatur zwischen 21°C und 27°C halten.

Außerdem solltest du sie nie in einem Becken halten, in dem die Temperatur unter 60°F fällt, weil sie so viel Kälte nicht vertragen und eine Aquarientemperatur von über 30°C für sie etwas zu warm ist.

Zweitens ist diese Rasse sehr anfällig für Infektionen, da sich Schmutz, Bakterien und Pilze in den winzigen Falten der Fischkronen festsetzen, und deine Orandas brauchen viel Aufmerksamkeit und viel Platz, um gesund zu bleiben.

Deshalb solltest du dein Becken regelmäßig reinigen und das Wasser wechseln. Außerdem solltest du einen leistungsstarken Filter einbauen, um sicherzustellen, dass sie die gleiche (vor allem biologische) Filterung erhalten wie jeder andere empfindliche Süßwasserfisch in deinem Aquarium.

Was die Wasserqualität angeht, solltest du bei einem neuen Aquarium jede Woche 10 Prozent und bei einem ausgewachsenen Aquarium alle zwei Wochen bis einen Monat 25 Prozent Wasser wechseln.

Brauchen Oranda-Goldfische eine Heizung?

Es gibt viele Diskussionen darüber, ob Goldfische generell in einem beheizten Aquarium gehalten werden müssen, und die häufigste Antwort lautet Nein.

Einige Aquarianer und Experten empfehlen jedoch, eine Heizung in einem Goldfischbecken zu installieren, wenn die Temperatur im Aquarienraum häufig unter 16°C fällt.

Allerdings ist ein Heizer auch dann notwendig, wenn du ausgefallene Rassen wie Oranda-Goldfische hältst, vor allem, wenn bei ihnen die Gefahr besteht, dass sie Schwimmblasenprobleme entwickeln, die bei Temperaturen unter 21°C recht häufig auftreten.

Wenn du also nicht sicher bist, dass dein Oranda keine Probleme mit dem Schwimmen bekommt, wenn er unter 21°C gehalten wird (was sehr unwahrscheinlich ist), solltest du dir einen Heizer für dein Aquarium zulegen.

Außerdem sorgt der Heizer dafür, dass dein Wasser für ein Gemeinschaftsaquarium geeignet ist, in dem du sowohl subtropische als auch tropische Süßwasserfische halten kannst.

Wenn du dich jedoch dafür entscheidest, deinen Oranda in einem heizungslosen Becken zu halten, ist es in deinem besten Interesse, ihn in einem Raum unterzubringen, in dem die Umgebungstemperatur nicht unter 60°F sinkt.

Sind Oranda-Goldfische einfach zu pflegen?

Oranda-Goldfische im Aquarium sind mäßig pflegeintensiv, wobei die Weibchen besonders anfällig für Infektionen sind.

Aus diesem Grund ist die Rasse für Anfänger in der Goldfischhaltung etwas schwierig und insgesamt nicht ideal für alle, die neu in der Fischhaltung sind. Für Aquarianer mit mittlerer Erfahrung in der Haltung von Goldfischen sollte die Pflege von Orandas jedoch recht einfach sein.

Die beiden wichtigsten Aspekte bei der Haltung gesunder Orandas sind die richtige Ernährung und eine saubere, stabile Umgebung.

Da wir uns bereits mit den Becken- und Wasserbedingungen befasst haben, wollen wir uns nun der Frage widmen, was eine gute Ernährung für Oranda-Goldfische beinhalten sollte.

Oranda-Goldfische – Ernährung, Futter und Fütterung

Glücklicherweise sind Oranda-Goldfische Allesfresser, sie fressen also alle Arten von frischem, gefrorenem und Flockenfutter. Allerdings musst du sie mit hochwertigem Futter füttern, um eine gesunde Ernährung zu gewährleisten.

Im Idealfall gibst du ihnen täglich Flockenfutter und gelegentlich eine Portion Salinenkrebse (lebend oder gefroren), Blutwürmer, Daphnien oder Tubifexwürmer.

Lebendfutter enthält jedoch oft Parasiten und bakterielle Infektionen, die deinen Orandas schaden können. Deshalb ist es meist besser, sie mit gefriergetrocknetem Futter zu füttern.

Eine ausgewogene Ernährung ist aber nicht nur besser für die Entwicklung der Fische, sondern auch wichtig, weil diese Goldfischart anfällig für Schwimmblasenstörungen ist.

Diese Krankheit zeichnet sich dadurch aus, dass die Fische unwillkürlich an der Oberfläche treiben oder auf den Boden des Beckens sinken.

Wenn jedoch einer deiner Oranda-Goldfische kopfüber schwimmt, obwohl die Ernährung und der Fütterungsplan in Ordnung sind, kann das tatsächlich an einer übergroßen Blase liegen, die allerdings nicht sehr häufig vorkommt.

Um deine Fische richtig und reichhaltig zu ernähren, solltest du einen Fütterungsplan aufstellen. Du solltest sicherstellen, dass du deinen Fischen Futter gibst, das sie in weniger als 5 Minuten fressen können. Denn Goldfische sind unordentliche Fische und überschüssiges Futter und Futterreste können die ohnehin schon angespannte Wasserqualität noch weiter verschlechtern.

Und schließlich können Oranda-Goldfische aufgrund ihres fleischigen Kopfwuchses schlecht sehen und haben es schwerer, das Futter im Becken zu erkennen. Halte sie also nicht mit schnellen Schwimmern zusammen, die ihnen das Futter streitig machen und sie folglich verhungern lassen.

Sind Oranda-Goldfische aggressiv?

Im Großen und Ganzen sind Oranda-Goldfische friedlich. Es wurden fast keine Fälle von Aggression gegenüber Beckengenossen gemeldet, egal ob Goldfische oder andere Arten.

Sie sind sicher und sehr sozial und gedeihen gut in Gemeinschaftsaquarien, vor allem, wenn sie mit anderen Goldfischrassen vergesellschaftet werden.

Orandas sind auch gute Aasfresser, daher ist es nicht unbedingt notwendig, andere Putzer oder Bodenfresser in ein Aquarium mit diesem Goldfisch zu setzen.

Wie andere Goldfischrassen fressen sie jedoch auf ihrer ständigen Suche nach Nahrung viele Arten von Wasserpflanzen und können daher lebende Pflanzen entwurzeln oder empfindliche Pflanzen im Aquarium anknabbern und beschädigen.

Oranda Goldfische Aquariengenossen

Das soziale Verhalten und das friedliche Auftreten der Oranda-Goldfische machen sie zu perfekten Gemeinschaftsfischen, aber ihre riesigen Körper und die relativ hohe Lebendmasse machen es fast unmöglich, sie zu vergesellschaften.

Du kannst sie jedoch mit anderen Goldfischrassen oder kleinen, gelehrigen Schwarmfischen wie Perlbauchfischen und Buenos Aires-Salmlern pflegen.

Das Wichtigste ist, dass die Partner in subtropischen Aquarien leben können und eine relativ geringe biologische Belastung haben.

Schlechte Oranda-Gefährten sind schnell schwimmende Goldfischarten wie der Gemeine Goldfisch, Kometen, Shubunkin und andere kräftige Arten, die ihnen beim Fressen Konkurrenz machen.

Außerdem mögen Oranda-Goldfische keine Becken mit anderen unordentlichen Fischen, weil sie empfindlicher sind als die meisten Goldfischrassen und daher eine große Bandbreite an Wasserchemie nicht vertragen können.

Außerdem wirst du dir bei mehr als einem schmutzigen Fisch buchstäblich das Kreuz mit den Eimerladungen Wasser brechen, weil der Wasserwechsel so anstrengend ist.

Viel Spaß bei der Haltung von Oranda Goldfischen (mit einem großen Kopf).

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